Klimawandel - Die Ursachen
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Klimawandel - Die Ursachen

Die aktuellste Untersuchung der World Weather Attribution (WWA) zu den Starkregenfällen in Westeuropa im Juli 2021 wirft ein besorgniserregendes Licht auf die Verbindung zwischen extremen Wetterereignissen und dem vom Menschen verursachten Klimawandel. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der bisherige Temperaturanstieg, der auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, die Wahrscheinlichkeit für extreme Starkregenereignisse signifikant erhöht hat. Die Studie hebt hervor, dass diese Wahrscheinlichkeit im Bereich von 1,2 bis 9 Mal gestiegen ist. Darüber hinaus verzeichnet die Untersuchung einen beeindruckenden Anstieg der Intensität dieser extremen Niederschläge um 3 bis 19 Prozent. 

Die Wissenschaftler, die an dieser bahnbrechenden Studie teilgenommen haben, warnen eindringlich davor, die breite Spanne ihrer Ergebnisse als Grundlage zu verwenden, um die Auswirkungen des Klimawandels zu unterschätzen. Maarten van Aalst, Leiter des Klimazentrums des Internationalen Roten Kreuzes in Den Haag und Mitwirkender an der Attributionsstudie, betont die Dringlichkeit der Lage. Er unterstreicht, dass die Studienergebnisse verdeutlichen, dass es immer entscheidender wird, auch solche extremen und seltenen Ereignisse zu berücksichtigen, da sie durch den Klimawandel künftig wahrscheinlicher werden.

Die Ursachen für starke Starkregenereignisse und Hochwasser sind äußerst facettenreich und spiegeln die komplexe Wechselwirkung verschiedener Faktoren wider, die von natürlichen bis hin zu anthropogenen Einflüssen reichen.

Klimawandel:
Der Klimawandel steht an vorderster Front dieser Herausforderungen. Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen hat direkte Auswirkungen auf das Wettergeschehen. Er führt zu intensiveren Niederschlägen, verändert Wettermuster und verstärkt Extremereignisse wie Starkregen.

Landnutzungsänderungen:
Veränderungen in der Landnutzung, sei es durch Urbanisierung, Entwaldung oder Landwirtschaft, beeinflussen den natürlichen Wasserkreislauf. Versiegelte Flächen, wie sie in städtischen Gebieten üblich sind, können zu schnellerem Wasserabfluss und höheren Hochwasserrisiken führen.

Topografie:
Die geografische Beschaffenheit eines Gebiets spielt eine entscheidende Rolle. Bergige Regionen können dazu neigen, Niederschläge zu verstärken und den Abfluss zu beschleunigen, während flache Gebiete anfälliger für Überflutungen sein können.

Spezifische Wetterlagen:
Langanhaltende Regenperioden, Gewitter oder stagnierende Fronten können zu anhaltenden Niederschlägen führen, die wiederum Hochwasserereignisse begünstigen.

Menschliche Aktivitäten:
Unangepasste städtische Planung, unzureichende Wasserwirtschaft, der Bau von Staudämmen und Entwässerungssystemen können lokale Hochwasserrisiken verstärken.

Schneeschmelze:
In schneebedeckten Regionen kann eine schnelle Schneeschmelze, besonders in Kombination mit starken Regenfällen, zu einem raschen Anstieg des Wasserstandes in Flüssen führen.

Infrastrukturprobleme:
Verstopfte Abflüsse, defekte Kanalisationssysteme oder unzureichende Hochwasserschutzmaßnahmen können die Auswirkungen von Hochwasser verschärfen.

Eine gründliche Analyse dieser vielschichtigen Faktoren ist von entscheidender Bedeutung, um effektive Strategien zur Hochwasservorbeugung und -bewältigung zu entwickeln. Diese müssen nicht nur auf lokaler und regionaler Ebene, sondern auch auf globaler Ebene koordiniert werden, um den Herausforderungen einer sich wandelnden Umwelt gerecht zu werden und die Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen zu stärken.

 

 

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